Alsergrund – ein Bezirk aus Stimmen und Geschichten
und wo Musik, Literatur und Geschichte bis heute nachklingen.
Zwischen alten Häusern, Kaffeehäusern und stillen Innenhöfen haben Komponisten, Schriftsteller und Künstler ihre Spuren hinterlassen. Hier entstanden Werke, die geblieben sind. Hier lebten Menschen, deren Ideen weit über diesen Ort hinauswirkten. Und hier verdichtet sich Geschichte bis heute – hörbar, lesbar, spürbar.

Dieses Porträt folgt diesen Spuren.
Alsergrund – ein Bezirk aus Stimmen und Geschichten
Klang zwischen den Zeiten
Malerin: Barbara Krafft (1764-1825)
Klang zwischen den Zeiten
Spuren seines Wiener Übergangs vom Sommer 1788 bis zum Herbst 1790
Auf der Währingerstraße 26, wohnte Mozart im Haus „Zu den drei Sternen“ (Alsergrund, Konskriptionsnummer 135), einem damals noch halb ländlichen Rückzugsort am Rand der Stadt.

Warum gerade hier: Er suchte Ruhe, Raum und Konzentration – Bedingungen, die ihm im innerstädtischen Wien fehlten. Der Alsergrund bot ihm Abstand und zugleich Nähe zur Stadt, in der seine Musik pulsierte.

Was hier bleibt: An diesem Ort entstanden seine letzten drei Symphonien (KV 543, 550, 551 – die „Jupiter-Symphonie“). Heute erinnert nur mehr die Gedenkspur an das ehemalige Gartenhaus – doch der Klang dieser Werke prägt den Ort bis heute.

Geboren im Klang der Stadt

Ein Anfang, der geblieben ist
Schubert wurde 1797 in der Nußdorfer Straße 54 im Alsergrund geboren – in einem einfachen Wohnhaus im damaligen Vorort Himmelpfortgrund.

Warum hier: Seine Familie war eng mit dem lokalen Schulwesen verbunden; sein Vater unterrichtete in der unmittelbaren Umgebung. Schubert wuchs in einer Umgebung auf, in der Alltag, Bildung und Musik eng miteinander verwoben waren.

Was hier bleibt: Das Geburtshaus ist heute ein Museum. Es bewahrt den Ort eines Beginns, der später die Liedkunst revolutionierte – und Wien dauerhaft geprägt hat.
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Maler: Wilhelm August Rieder (1796–1880)
Stille und letzter Nachhall
Maler: Lazarus Gottlieb Sichling (1812–1863)
Stille und letzter Nachhall
Ein Ende im offenen Raum der Stadt
Beethoven verbrachte seine letzten Lebensjahre im Alsergrund, in deSchwarzspanierstraße 15im sogenannten Schwarzspanierhaus, wo er 1827 starb.

Warum dieser Ort: Die Wohnung bot ihm in seinen letzten Jahren einen weiten Blick über das damalige Glacis und zugleich eine gewisse Abgeschiedenheit nahe dem medizinischen Zentrum Wiens.


Was hier geschah: Trotz dieser Situation entstanden in diesen letzten Jahren einige seiner radikalsten Werke – die späten Streichquartette und die „Große Fuge“. Musik, die nicht mehr auf ein Publikum reagierte, sondern auf eine innere Notwendigkeit.


Was hier bleibt: Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgetragen, doch eine Gedenktafel und historische Dokumente markieren den Ort seines letzten Wirkens. Der Raum existiert nicht mehr – aber sein Nachhall bleibt Teil des Bezirks.


SCHNITZLER, FRIED, FARKAS & MEHR WERDEN DEMNÄCHST ERGÄNZT...